
SHOOTING PORTRAIT:
Sascha Back
„Es war mir eine große Ehre, im Finale gegen ‚Mr. Revolver‘ Jerry Miculek anzutreten. Er hat mich zwar mit 3:1 geschlagen – aber ich glaube, schließlich hat er mir und den Zuschauern dennoch im Shoot-off einen gewonnenen Lauf geschenkt.“
GECO-IPSC-Teamschütze
Sascha Back, Deutschland
Sascha Back gehört zu den erfolgreichsten Revolverschützen in der Geschichte des IPSC-Schießsports. Nachdem er über viele Jahre hinweg die IPSC Revolver Division maßgeblich geprägt hat, stellt sich der deutsche Top-Schütze heute einer neuen Herausforderung: dem Wechsel von der taktisch geprägten Präzision des Revolvers zur kompromisslosen Geschwindigkeit der Open Division.
Als 17-facher Deutscher Meister, Europameister und einer der renommiertesten Revolverspezialisten im dynamischen Schießsport treibt Sascha Back sich selbst kontinuierlich weiter an – immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung.

Shooter Profile
Name: Sascha Back
Nationalität: Deutschland
Geboren: Juni 1972, Eberbach am Neckar
Beruf: Unternehmensberater
Familie: Verheiratet, drei Kinder
Hauptdisziplinen
IPSC Revolver
IPSC Rifle
IPSC PCC
IPSC Open Division
Persönliche Website:
Einblicke in Training, Wettkämpfe, Ausrüstung und den Alltag eines IPSC-Schützen gibt Sascha Back regelmäßig auf seiner persönlichen Website und seinem Blog: www.saschaback.de
Wichtigste Erfolge
17× Deutscher Meister – IPSC Revolver Division
(2005, 2006, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2018, 2021, 2022 Overall, 2023 Senior + Overall, 2024 Senior + Overall, 2025 Senior + Overall)2. Platz Deutsche Meisterschaft IPSC Revolver
(2008, 2017, 2019, 2020)Europameister – IPSC Revolver (2010)
Vize-Europameister – 2013, 2016, 2023
4. Platz – IPSC-Weltmeisterschaften (2011, 2014, 2017)
7× Europameister – Steel Challenge (Revolver Open & Standard)
6× Deutscher Meister – IPSC PCC
(2018, 2019, 2020, 2022 Senioren + Overall, 2023 Senior, 2024 Senior)5× Deutscher Meister – IPSC Rifle
(2021, 2022 Senioren + Overall, 2023 1. Senior / 2. Overall, 2024 Senior + Overall, 2025 Senior)5. Platz Senior Semi Auto Open – IPSC Rifle World Shoot 2024, Finnland

Wettkampfwaffen
Revolver
Smith & Wesson Model 929 – 9 mm Luger
Smith & Wesson 586
Smith & Wesson 627
Alle Revolver werden vom deutschen Revolverspezialisten Karl Hamann (Wolfsburg) getunt.
Rifle
Dynamic Arms Research DAR-15 – .223 Remington
PCC
JP-5 – 9 mm Luger
Open Division Pistol
Tanfoglio Domina Extreme – .38 Super Auto

Munition
Training und Wettkampf Revolver
Rifle
Open Division
Für seinen Wechsel in die Open Division setzt Sascha Back nun auf die GECO .38 Super Auto. Das Kaliber wird von GECO innerhalb der Full Metal Jacket Linie geführt. Die Linie wird von GECO ausdrücklich als Wettkampf- und Trainingssicher beschrieben und steht den ambitionierten Sportschützen als gewinnorientierte Sportmunition zur Verfügung.
Karriere-Timeline
1995
Sascha Back entdeckt das Großkaliberschießen für sich und beginnt seine Laufbahn im dynamischen Schießsport.
2005–2016
In dieser Phase entwickelt sich Sascha Back zu einer festen Größe in der IPSC Revolver Division und sammelt zahlreiche nationale Titel.
2010
Gewinn der IPSC-Europameisterschaft in der Revolver Division – ein Meilenstein seiner Karriere.
2011
Teilnahme an seiner ersten IPSC Handgun Weltmeisterschaft in Rhodos (Griechenland). Sascha erreicht einen hervorragenden 4. Platz und qualifiziert sich für das Shoot-off-Finale gegen Jerry Miculek.
2013
Silbermedaille bei der IPSC-Europameisterschaft.
2014
Erneut 4. Platz bei der IPSC-Weltmeisterschaft.
2016
Wieder Vize-Europameister in der Revolver Division.
2018–2020
Dreimal in Folge Deutscher Meister IPSC PCC.
2021
Deutscher Meister IPSC Rifle
2022
Deutscher Meister IPSC Rifle und IPSC PCC
2023
Vize-Europameister in der Revolver Division sowie weitere nationale Titel in Revolver, PCC und Rifle.
2024
Starke Saison mit weiteren nationalen Titeln; beim IPSC Rifle World Shoot in Finnland erreicht Sascha Back den 5. Platz Senior Semi Auto Open.
2025
Weitere nationale Erfolge in Revolver und Rifle.
2026
Geplant ist sein Start in der Open Division bei der IPSC European Handgun Championship 2026 in Buzsák, Ungarn. Laut offizieller Match-Information liegt der Veranstaltungszeitraum Ende Mai bis Mitte Juni 2026; das Pre-Match ist für 2.–6. Juni 2026, das Main Match für 8.–12. Juni 2026 angesetzt.

Story
Nur wenige Schützen haben die IPSC Revolver Division so geprägt wie Sascha Back.
Der in Eberbach am Neckar geborene Sportschütze hat sich über Jahrzehnte hinweg einen Ruf als einer der erfolgreichsten Revolverschützen im dynamischen Schießsport erarbeitet. Der Unternehmensberater, verheiratet und Vater von drei Kindern, verdankt seine Position an der Spitze vor allem seiner außergewöhnlichen Kombination aus Präzision, Geschwindigkeit und Konstanz.
Abseits des Schießstandes gibt Sascha auf seiner Website und seinem Blog regelmäßig Einblicke in Training, Ausrüstung und Wettkampferfahrungen. Seine sportliche Bilanz spricht für sich.
Mit 17 Deutschen Meistertiteln in der IPSC Revolver Division sowie dem Europameistertitel 2010 gehört er zu den erfolgreichsten Revolverschützen Europas. Hinzu kommen Vize-Europameistertitel 2013, 2016 und 2023 sowie vierte Plätze bei den Weltmeisterschaften 2011, 2014 und 2017.
Geschwindigkeit ist dabei seit jeher eine seiner großen Stärken. In der Steel Challenge, einer Disziplin, bei der es auf extrem schnelle Treffer auf Stahlziele ankommt, gewann Sascha Back sieben Europameistertitel in den Klassen Revolver Open und Standard.
Doch Sascha Back ist weit mehr als nur Revolverschütze. Auch in den Langwaffendisziplinen hat er sich über Jahre hinweg national an der Spitze etabliert. Im IPSC PCC gewann er mehrfach den Deutschen Meistertitel, ebenso im IPSC Rifle, wo er seine Vielseitigkeit und technische Präzision eindrucksvoll unter Beweis stellte. Beim IPSC Rifle World Shoot 2024 in Finnland erreichte er zudem den 5. Platz in der Senior-Wertung Semi Auto Open.
Trotz dieser beeindruckenden Erfolge wird Sascha Back von Weggefährten und Konkurrenten gleichermaßen als sympathisch, stets gut gelaunt und ausgesprochen fair beschrieben – ein Sportschütze, der den Gemeinschaftsgedanken des Sports ebenso schätzt wie den Wettbewerb selbst.
Duell mit einer Legende
Einer der prägendsten Momente seiner Karriere ereignete sich bei seiner ersten IPSC Weltmeisterschaft 2011 in Rhodos, Griechenland.
Kurz zuvor hatte Sascha Back den Europameistertitel gewonnen und startete plötzlich in einem Squad mit einigen der größten Namen des Sports – darunter Jerry Miculek, der weltweit als einer der besten Revolverschützen aller Zeiten gilt.
„Eines der denkwürdigsten Abenteuer im Schießsport war meine allererste IPSC-Weltmeisterschaft 2011 in Rhodos, Griechenland. Ich war gerade Europameister geworden und startete in einem Squad mit den US-Profis rund um Jerry Miculek, dem besten Revolverschützen der Welt. Man könnte sagen, ich hatte ziemlich weiche Knie! Nach einem harten Wettkampf landete ich schließlich auf dem undankbaren vierten Platz. Natürlich war das ein respektables Ergebnis, aber es tat trotzdem weh, Bronze nur um Haaresbreite zu verpassen. Doch das Mann-gegen-Mann-Finale der besten Schützen machte die Enttäuschung am Ende wieder wett.“
Nach dem Wettkampf qualifizierte sich Sascha Back für das Shoot-off-Finale gegen Jerry Miculek.
„Es war mir eine große Ehre, im Finale gegen ‚Mr. Revolver‘ Jerry Miculek anzutreten. Er hat mich zwar mit 3:1 geschlagen – aber ich glaube, schließlich hat er mir und den Zuschauern dennoch im Shoot-off einen gewonnenen Lauf geschenkt.“
Zuverlässige Ausrüstung
Im Training und Wettkampf setzt Sascha Back auf GECO 9 mm Luger Munition mit 124-Grain-FMJ-Geschoss, die er aus seinem Smith & Wesson 929 verschießt.
In den Rifle-Disziplinen nutzt er DAR-15 Gewehre im Kaliber .223 Remington, die er üblicherweise mit GECO .223 Remington Target Munition mit 55 Grain sowie GECO Target HP mit 52 Grain Geschossgewicht lädt.
Im IPSC PCC setzt er aktuell auf seinen JP-5 in 9 mm Luger.
Für seinen neuen Weg in der Open Division nutzt Sascha Back die Tanfoglio Domina Extreme im Kaliber .38 Super Auto und setzt dabei auf GECO .38 Super Auto. Dass GECO dieses Kaliber innerhalb der Full Metal Jacket Linie anbietet, passt ideal zu einem Athleten, für den Zuverlässigkeit, sauberes Schussverhalten und konstante Performance entscheidend sind.

Die Suche nach der nächsten Herausforderung
Nach Jahrzehnten voller Erfolge in der Revolver Division stellte sich Sascha Back schließlich eine entscheidende Frage: Wo liegt die nächste Herausforderung?
„Wenn man so viele Jahre in einer Division geschossen und so viele Ziele erreicht hat, beginnt man irgendwann nach neuen Herausforderungen zu suchen“, erklärt er.
Die Antwort darauf war ein radikaler Schritt – von einem Ende des IPSC-Spektrums zum anderen.
Während das Revolverschießen vor allem von präziser Stage-Planung, perfekter Waffenhandhabung und exakt getimten Nachladevorgängen geprägt ist, steht in der Open Division vor allem eines im Mittelpunkt: Geschwindigkeit.
„Die Open Division ist kompromisslos“, sagt Sascha Back. „Hier geht es um pure Performance. Jede Bewegung zählt – und jede Millisekunde.“
Passend zu diesem Wechsel richtet sich nun auch sein sportlicher Fokus neu aus: Sein nächster großer Meilenstein soll der Start in der Open Division bei der European Handgun Championship 2026 in Ungarn sein. Die offizielle Ausschreibung nennt Buzsák als Austragungsort; das Main Match ist für 8.–12. Juni 2026 vorgesehen.
Für Sascha Back ist dieser Schritt das nächste Kapitel einer Karriere, die von Neugier, Ehrgeiz und dem stetigen Wunsch nach Weiterentwicklung geprägt ist.
Denn im dynamischen Schießsport gilt wie im Leben:
Die nächste Herausforderung wartet immer schon hinter der nächsten Stage.

10 Fragen – 10 Antworten
Quick-Fire Interview mit Sascha Back
1. Wie bist du zum Sportschießen gekommen?
Wow – wie hat das alles angefangen? Als Junge war ich immer fasziniert von Dingen, die explodieren und nach verbranntem Pulver riechen!
2. Wann hast du mit dem Schießen begonnen?
Meine ersten Erfahrungen habe ich mit etwa elf oder zwölf Jahren mit Luftgewehren gesammelt. Richtig los ging es aber erst mit 23 Jahren, als ich 1995 mit dem Großkaliberschießen angefangen habe.
3. Welche Waffe war deine erste eigene?
Eine komplett aus Stahl gefertigte CZ 75B im Kaliber 9 mm Luger.
4. Was waren deine größten sportlichen Erfolge?
Der Gewinn der IPSC Europameisterschaft 2010 gehört definitiv zu den Highlights.
Ein weiteres besonderes Erlebnis war die Teilnahme an der IPSC Rifle Weltmeisterschaft 2019 in Schweden. Ich entschied mich damals bewusst für dieses Event statt für die Handgun-Europameisterschaft in Serbien. Der 25. Platz insgesamt und damit bester deutscher Teilnehmer machte diese Erfahrung noch besonderer.
5. Wie sieht ein typisches Training bei dir aus?
Ich trainiere meistens abends. Zeit ist knapp, deshalb schaffe ich es in der Regel einmal pro Woche für etwa zwei Stunden zu trainieren und dabei 300 bis 400 Schuss abzugeben.
Ich beginne meist mit Präzisionsübungen auf größere Distanzen und reduziere anschließend Schritt für Schritt die Entfernung, während ich gleichzeitig die Geschwindigkeit erhöhe. Danach gehe ich wieder zurück auf größere Distanzen und versuche, das gleiche Tempo zu halten.
Zum Schluss trainiere ich Stages mit wechselnden Schießpositionen und arbeite gern mit vielen kleineren oder teilweise verdeckten Zielen.
Vor Wettkämpfen wird das Training natürlich deutlich intensiver.
6. Wie viel Munition verschießt du pro Jahr?
Über alle Waffen und Kaliber hinweg komme ich auf etwa 15.000 Schuss pro Jahr im Training und im Wettkampf.
7. Welche Waffen nutzt du aktuell im Wettkampf?
Revolver
S&W 929
S&W 627-8
S&W 586
IPSC Rifle
Dynamic Arms Research DAR-15
IPSC PCC
JP-5
IPSC Standard / Open
STI Edge
Tanfoglio Domina Extreme
8. Worauf kommt es dir bei Munition besonders an?
Zuverlässigkeit ist absolut entscheidend. Die Munition muss jederzeit einwandfrei funktionieren.
Der Rückstoßimpuls sollte möglichst weich sein oder zumindest perfekt zu meinem Schießstil und zum jeweiligen Power Factor passen. In manchen Fällen kann ein etwas stärkerer Impuls sogar hilfreich sein, etwa um die Waffe mit Kompensator stabiler ins Ziel zurückzuführen.
Die Grundlagen bleiben aber immer gleich: Zuverlässigkeit und Präzision.
9. Betreibst du neben dem Schießen noch andere Sportarten?
Ja, ich fahre gern Rennrad und Mountainbike. Eine Zeit lang bin ich sogar Downhill-Rennen gefahren, bevor das Schießen mehr Raum eingenommen hat.
Man könnte also sagen: Ich fahre lieber den Berg hinunter als hinauf.
10. Welchen Rat würdest du Einsteigern im dynamischen Schießsport geben?
Versucht euch einen Trainingspartner zu suchen, der erfahren oder zumindest erfolgreich ist.
Wenn das nicht möglich ist, besucht Wettkämpfe und versucht, in einer Squad mit Schützen zu starten, die regelmäßig vorne landen. Beobachtet sie, stellt Fragen und schaut euch an, wie sie eine Stage angehen.
Das ist eine der schnellsten Möglichkeiten, im Sport besser zu werden.


